Stephansdom Nordturm: Mit dem Aufzug zur Pummerin
Wenn du den Stephansdom in Wien von oben erleben möchtest, hast du zwei Möglichkeiten: den berühmten Südturm mit seinen 343 Stufen oder den Nordturm, den du bequem mit dem Aufzug erreichst. Hier wartet eine besondere Attraktion auf dich: die Pummerin, die größte Glocke Österreichs. Der Nordturm ist einer von 4 Türmen des Stephansdoms und der einzige unvollendete Turm der Kirche.
Der Nordturm ist 68,3 Meter hoch und damit deutlich niedriger als der 136,4 Meter hohe Südturm. Dafür kannst du hier die berühmte Glocke aus der Nähe sehen und den Blick über die Dächer der Wiener Innenstadt genießen. Auch die Baugeschichte macht den Turm interessant: Er sollte ursprünglich als zweiter hoher gotischer Turm den Dom vervollständigen, blieb aber unvollendet und erhielt später eine Kuppelhaube im Renaissance-Stil.
Hier findest du die wichtigsten Informationen für deinen Besuch – von den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen bis zum Vergleich mit dem Südturm.

Was erwartet dich bei der Besichtigung des Nordturms?
Der Nordturm des Stephansdoms ist besonders für dich interessant, wenn du die Pummerin sehen möchtest, ohne viele Treppen steigen zu müssen. Ein Aufzug bringt dich hinauf zur Plattform. Dort kannst du die Glocke aus der Nähe betrachten und über die Dächer der Wiener Innenstadt schauen. Drei Dinge machen den Besuch besonders:
- Die Pummerin: Du stehst direkt bei der berühmten Glocke, die zu besonderen Anlässen in ganz Wien zu hören ist.
- Der Ausblick: Von oben blickst du über die historische Innenstadt und ihre Dächer.
- Die Architektur: Der unvollendete gotische Turm mit seiner später ergänzten Kuppelhaube unterscheidet sich vom hohen Südturm.
Die Plattform ist nicht so hoch gelegen wie beim Südturm. Dafür ist der Aufstieg deutlich bequemer. Wenn du dich für die Geschichte des Doms interessierst oder die Pummerin aus nächster Nähe sehen möchtest, lohnt sich der Besuch.





Wie hoch ist der Nordturm des Stephansdoms?
Der Nordturm ist 68,3 Meter hoch. Wegen des kaiserlichen Doppeladlers auf seiner Bekrönung wird er auch Adlerturm genannt. Zum Vergleich: Der Südturm erreicht eine Höhe von 136,4 Metern. Er wurde bereits 1433 fertiggestellt und prägt mit seiner schlanken gotischen Spitze die Silhouette Wiens. Der Nordturm blieb dagegen unvollendet und erhielt später eine niedrigere Kuppelhaube.
| Nordturm Stephansdom | Daten & Fakten |
|---|---|
| Höhe | 68,3 Meter |
| Bezeichnung | Adlerturm |
| Zugang | Aufzug |
| Besonderheit | Standort der Pummerin |
| Adresse des Stephansdoms | Stephansplatz 3, 1010 Wien |
Warum wurde der Nordturm nie fertiggebaut?
Die Baugeschichte des Nordturms geht ins 15. Jahrhundert zurück. Der Turm sollte ursprünglich zusammen mit dem Südturm eine eindrucksvolle gotische Doppelturmfassade bilden. Der Grundstein für den Nordturm wurde 1467 gelegt. Der Bau kam jedoch nur langsam voran. 1511 wurden die Arbeiten eingestellt. Finanzielle Schwierigkeiten, die Reformation und die zunehmende Bedrohung durch die Osmanen gehörten zu den Faktoren, die den weiteren Ausbau erschwerten.
1578 erhielt der Turm schließlich seine charakteristische Renaissancehaube. Damit war die heutige Form festgelegt. Der Nordturm unterscheidet sich deshalb deutlich vom hohen, spitz zulaufenden Südturm. Um die fehlende Turmspitze ranken sich auch Sagen. Wie bei vielen mittelalterlichen Kirchen wird die unvollendete Baugeschichte mitunter mit dem Teufel in Verbindung gebracht. Historisch belegt sind hingegen die Einstellung der Bauarbeiten und die spätere Errichtung der Kuppelhaube.
Die Pummerin: Österreichs berühmteste Glocke
Die Pummerin ist der bekannteste Grund, warum viele Besucher den Nordturm besichtigen. Sie wiegt 21.110 Kilogramm und zählt zu den größten freischwingend geläuteten Kirchenglocken Europas. Die erste Pummerin wurde 1711 gegossen und 1712 erstmals geläutet. Sie hing ursprünglich im Südturm. Beim Dombrand im April 1945 stürzte sie herab und wurde zerstört.
Die heutige Glocke wurde 1951 in St. Florian in Oberösterreich gegossen. Seit Oktober 1957 hängt sie im Nordturm des Stephansdoms. Besonders bekannt ist ihr Läuten zu besonderen Anlässen und zum Jahreswechsel. Glocke Österreichs macht. Sie erklingt nur zu besonderen Anlässen, wie dem Jahreswechsel. Als Symbol für Frieden und Freiheit nach der Besatzungszeit ist sie auch als „Stimme Österreichs“ bekannt. Wenn du mehr über die Entstehung, die Vorgängerin und das berühmte Silvesterläuten erfahren möchtest, findest du die ausführliche Geschichte auf meiner eigenen Seite zur Pummerin im Stephansdom.
Wann ist der Nordturm geöffnet?
Der Nordturm des Stephansdoms ist täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Die letzte Auffahrt mit dem Aufzug ist um 18:30 Uhr. Wenn du die Pummerin aus der Nähe sehen und den Ausblick über Wien genießen möchtest, solltest du rechtzeitig vor der letzten Auffahrt kommen.
Was kostet der Eintritt zum Nordturm?
| Ticket Stephansdom Nordturm | Preis |
|---|---|
| Erwachsene | 8 € |
| Kinder von 6 bis 14 Jahren | 3 € |
| Schulgruppen von 14 bis 18 Jahren | 5 € |
| Schulgruppen von 6 bis 14 Jahren | 3 € |
Wenn du mehrere Bereiche des Stephansdoms erkunden möchtest, kann sich ein Kombiticket lohnen. Das All-Inclusive-Ticket umfasst unter anderem die Besichtigung des Doms, beide Türme und eine öffentliche Katakombenführung.

Ist der Nordturm barrierefrei?
Der Nordturm ist dank des Aufzugs leichter zugänglich als der Südturm. Vollständig barrierefrei ist die Besichtigung allerdings nicht. Der Aufzug bringt dich zur Plattform. Zu einem weiteren Plattformbereich führen jedoch zwölf Stufen. Auch die begrenzte Breite der Aufzugstür kann für manche Rollstühle oder Mobilitätshilfen ein Hindernis sein. Wenn du auf einen Rollstuhl angewiesen bist oder mit einer Mobilitätshilfe unterwegs bist, solltest du dich vor deinem Besuch direkt beim Stephansdom über die Zugänglichkeit informieren.
Nordturm oder Südturm: Welcher lohnt sich mehr?
| Merkmal | Nordturm | Südturm |
|---|---|---|
| Höhe | 68,3 Meter | 136,4 Meter |
| Zugang | Aufzug | 343 Stufen |
| Besonderheit | Pummerin | Türmerstube und Aussicht |
| Körperliche Anstrengung | Geringer | Deutlich höher |
| Besonders geeignet für | Glockeninteressierte und Besucher, die Treppen vermeiden möchten | Besucher, die den Treppenaufstieg schaffen möchten |
Mein Tipp: Wenn du die Pummerin sehen möchtest, ist der Nordturm die richtige Wahl. Ist dir eine möglichst hohe Aussicht über Wien wichtiger und macht dir ein längerer Treppenaufstieg nichts aus, solltest du den Südturm des Stephansdoms besuchen. Wenn du genügend Zeit hast, kannst du auch beide Türme besichtigen. Sie zeigen dir den Stephansdom aus zwei ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Welche Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe des Nordturms?
Der Nordturm liegt direkt am Stephansplatz. Du kannst den Besuch deshalb gut mit einem Spaziergang durch die Wiener Altstadt verbinden.
- Stephansdom: Erfahre mehr über die Architektur, die Geschichte und weitere Bereiche des Wiener Wahrzeichens.
- Südturm: Hier erwartet dich eine höhere Aussicht, allerdings musst du 343 Stufen hinaufsteigen.
- Katakomben: Bei einer Führung entdeckst du die unterirdischen Begräbnisstätten des Doms.
- Stock im Eisen: Das historische Objekt befindet sich direkt beim Stephansplatz.
- Graben: Eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Wiens mit der Pestsäule.
- Haas-Haus: Das moderne Gebäude mit der verspiegelten Fassade liegt direkt gegenüber dem Dom.
Für die Anreise findest du auf meiner Seite zur U-Bahn-Station Stephansplatz alle wichtigen Informationen zu den Linien U1 und U3.
Die häufigsten Fragen
Der Stephansdom Nordturm ist ein markantes architektonisches Element des Stephansdoms, einer der bekanntesten Kirchen in Wien, Österreich. Er ist der nördliche der beiden Türme, die die Fassade des Doms flankieren. Der Nordturm ist ein Meisterwerk der gotischen Baukunst und beeindruckt mit seiner imposanten Höhe und detaillierten Verzierungen.
Ursprünglich beauftragte Kaiser Friedrich III. den renommierten Baumeister Hans Puchsbaum mit dem Bau des Nordturms im Jahr 1450. Die Baugrundlagen, die Puchsbaum legte, sind aufgrund einer ungewöhnlichen Anekdote berühmt geworden: Es wird berichtet, dass der Wein in diesem Jahr so sauer war, dass Friedrich III. befahl, ihn zum Mischen des Mörtels zu verwenden. Überraschenderweise stellte sich heraus, dass die Zugabe von Wein tatsächlich die Festigkeit des Mörtels erhöhte, was auch bei anderen Kirchenbauten dieser Zeit praktiziert wurde.
Die Arbeiten am Nordturm wurden jedoch 1511 eingestellt, aufgrund von wirtschaftlichen Problemen, religiösen Konflikten und der drohenden Türkengefahr. Daher blieb der Turm unvollendet. Es ranken sich zahlreiche Legenden um den unvollendeten Nordturm, darunter die bekannte Geschichte eines Pakts zwischen Baumeister Puchsbaum und dem Teufel.
Der Nordturm des Stephansdoms misst eine Höhe von 68,3 Metern.
Ja, du kannst den Nordturm des Stephansdoms in Wien besteigen. Du hast die Möglichkeit, mit einem Aufzug bis zum Plateau des Nordturms zu fahren, von wo aus du einen beeindruckenden Blick über die Dächer von Wien genießen kannst. Dort oben befindet sich auch die berühmte Pummerin, eine der größten freischwingenden Glocken Europas.
Der Zugang zum Fahrstuhl befindet sich innerhalb des Stephansdoms. Nachdem du den zentralen Eingang betreten hast, hältst du dich links. Durch eine Tür gelangst du zum Eingang des Aufstiegs. Nachdem der Eintritt bezahlt wurde, geht es hinauf in den Fahrstuhl „zur Pummerin“. Oben angekommen, kannst du auf einer gesicherten Aussichtsterrasse auf dem Dach spazieren. Die Panoramabeschilderung erklärt dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Wiener Skyline.
Es ist eine großartige Gelegenheit, die Architektur des Stephansdoms aus nächster Nähe zu bewundern und einen atemberaubenden Blick über die Altstadt von Wien zu genießen.
Nein, nur mit dem Aufzug. Du kannst aber den Südturm zu Fuß erklimmen. Dort gibt es keinen Aufzug, nur die enge Wendeltreppe.
Ja, um den Nordturm des Stephansdoms zu besichtigen, ist ein Eintritt erforderlich. Es gibt verschiedene Ticketoptionen, je nachdem, ob man nur den Nordturm besichtigen möchte oder auch andere Bereiche des Doms erkunden möchte.
Der Nordturm des Stephansdoms blieb unvollendet aufgrund einer Vielzahl von historischen Umständen. Der Bau begann im Jahr 1467 unter der Leitung von Dombaumeister Laurenz Spenyng, basierend auf den Plänen von Puchsbaum. Der Turmunterbau mit der Barbarakapelle wurde bis zum Todeszeitpunkt von Spenyng im Jahr 1477 abgeschlossen. Obwohl seine Nachfolger die Arbeiten fortsetzten, mussten sie 1511 aus finanziellen Gründen eingestellt werden.
Die Pläne für den Nordturm zeigten, dass er, mit seiner reichen spätgotischen Verzierung, erheblich höher gewesen wäre als der bereits fertiggestellte Südturm. Allerdings wurden die verfügbaren Mittel nicht mehr für den Turmbau verwendet, sondern für die Verstärkung der Stadtmauern, was den Bau am Nordturm behinderte.
Zwischen 1556 und 1578 errichtete Hans Saphoy eine achteckige Haube mit Glockenhelm als vorläufigen Abschluss des Nordturms. Das Unvollendete des Nordturms spiegelt den Niedergang des bürgerlichen Patriziats wider, das zuvor durch die Vollendung des Südturms (1433) symbolisiert wurde. Die nachlassende Unterstützung und die Bindung finanzieller Mittel für Rüstungszwecke waren auch eine Reaktion auf die zunehmende Bedrohung durch die Osmanen, insbesondere nach der Ersten Türkenbelagerung von 1529.
Im Volk entstanden jedoch auch verschiedene Sagen, die versuchten, die Gründe für das unvollendete Bauwerk zu erklären, wie etwa Künstlerneid oder Teufelshilfe. Diese Geschichten verdeutlichen die Faszination und das Rätsel um den unvollendeten Nordturm des Stephansdoms.
Welche Aussichtspunkte sollte man einmal besucht haben?
Wenn du besondere Aussichtspunkte liebst, wirst du diese Sammlung lieben. Hier sind einige großartige Aussichtspunkte, die du unbedingt besuchen solltest:
– Drachenfels im Siebengebirge:
Eine beeindruckende Aussichtskanzel über dem Rhein, die einen atemberaubenden Blick ins Siebengebirge bietet.
Webseite: Drachenfels
– Kehlsteinhaus in Berchtesgaden:
Das Kehlsteinhaus thront auf einem Felsensporn in Berchtesgaden und bietet eine unvergleichliche Aussicht auf die umliegenden Berge der Chiemgauer Alpen, incl. dem bekannten Königssee.
Webseite: Kehlsteinhaus
– Tetraeder Bottrop im Ruhrgebiet:
Der Tetraeder ist eine dreiseitige Pyramide aus Stahl. Mit 60 Metern Kantenlänge ist die Skulptur riesig. So finden im Tetraeder 3 große Aussichtsplattformen Platz, einzigartige Perspektive auf die Region.
Webseite: Tetraeder Bottrop
– Tiger and Turtle in Duisburg:
Bekannt als die einzige begehbare Achterbahn der Welt, bietet dieser Aussichtspunkt in Duisburg eine spannende Perspektive auf die Stadt.
Webseite: Tiger and Turtle
– Ilkahöhe am Starnberger See:
Ein wunderschöner Aussichtsbalkon am Starnberger See, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf die Alpen hat. Ideal für ein Picknick!
Webseite: Ilkahöhe
– Hafelekar Innsbruck:
Mit einer Höhe von über 2000 Metern und ohne die Notwendigkeit zu wandern, ist das Hafelekar der ultimative Aussichtspunkt, um Innsbruck von oben zu erleben. Das Top of Innsbruck,
Webseite: Hafelekar – Top of Innsbruck
– Skywalk Hallstatt:
Ein traumhafter Aussichtspunkt über dem Salzkammergut und dem Hallstätter See, der einen unvergesslichen Blick auf die Region bietet.
Webseite: Hallstätter See
– Winklmoosalm:
Deutschlands bekannteste Alm, die mit dem Auto erreichbar ist und einen großartigen Aussichtspunkt bietet.
Webseite: Winklmoosalm – Reit im Winkl
– Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz:
Charakteristik: Der bekannteste Aussichtspunkt in der Sächsischen Schweiz, der einen atemberaubenden Blick auf die malerische Landschaft des Elbsandsteingebirge bietet.
Webseite: Basteibrücke
– Staumauer an den Kaprun Stauseen:
Die Aussichtsplattform am Mooserboden bietet einen herrlichen Blick auf die Dreitausender im Nationalpark Hohe Tauern.
Webseite: Kaprun Stauseen
– Marienbrücke Neuschwanstein:
Die Marienbrücke ist der beste Aussichtspunkt auf das Schloss Neuschwanstein und die Pöllatschlucht. Kostenlos, ohne Eintritt zu betreten!
Webseite: Marienbrücke
Stephansdom Nordturm Tipps merken
Willst du den Stephansdom Nordturm einmal selbst besuchen und bewundern? Dann merk dir gleich diese Tipps. So findest du all das leicht wieder bei deinem nächsten Ausflug und Urlaub. Merk dir einen Pin auf Pinterest, schick dir diesen Link als Email oder WhatsApp bzw. teile über Facebook die Seite mit deinen Freunden, die du gerne dabei haben möchtest. Klick einfach auf den passenden Button unter diesen Bildern:





